Kürzlich traf sich eine Abordnung aus Politik, Naturverbänden und der Firma Mossandl, um die neu entstandenen ökologischen Aufwertungsmaßnahmen am Mossandlweiher „Nord-Ost“ zu begutachten. Schon bei Erteilung der Abbaugenehmigung im Jahr 2003 entstand die Idee, nach Abschluss des Kiesabbaus die neu entstandenen Flächen mit einem sogenannten „Öko-Konto“ der Natur zur Verfügung zu stellen. Hierbei wurden Maßnahmen umgesetzt, welche verschiedensten Tierarten eine neue Heimat bringen soll. So wurden beispielsweise Habitate für Zauneidechsen errichtet, Steilwände für Uferschwalben gebaut, Magerstandorte für Amphibien hergestellt, Holzbündel als Fischunterstand im Wasser versenkt und Flöße als Brutstätte für die Seeschwalben eingebracht.
Speziell Brutflöße für die Seeschwalben haben in den vergangenen Jahren im anliegenden Gewässer bereits für große Nachzuchterfolge gesorgt. Die Flöße wurden nach Planung mit dem Landesbund für Vogelschutz durch Matthias Schott (Schreinerei Schott, Peigen) hergestellt und durch die Mitarbeiter der Fa. Mossandl zu Wasser gelassen. Die Holzbündel wurden in mühsamer Handarbeit durch die Firma Maier Holzenergie, Heilberskofen, gebunden und mit Hilfe eines 40-Meter-Autokrans im Weiher versenkt.

Bürgermeisterin Irmgard Eberl machte sich persönlich ein Bild der umgesetzten Arbeiten und zeigte sich sehr erfreut, dass die Natur in der Gemeinde Mamming aufgrund solch gelungener Maßnahmen Raum zur Entfaltung und zur Sicherstellung von bedrohten Tierbeständen findet. Besonders interessiert zeigte sie sich an den Ausführungen von Michael Herzig, LBV. Er erläuterte, dass vergangenes Jahr auf den im Nachbarweiher eingebrachten Flößen ca. 25 Jungvögel nachgebrütet wurden. Dies stellt einen äußerst erfreulichen Bruterfolg in der Region dar. Für die kommende Brutsaison wurde sogleich ein Monitoring-Termin vereinbart.
Firmenchef Andreas Moßandl erklärte allen Beteiligten den erhofften Nutzen der einzelnen Habitate und zeigte sich erfreut, dass die meisten der notwendigen Arbeiten durch das eigene fachkundige Personal erledigt werden konnten. Abschließend bedankte er sich für die konstruktive Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Dingolfing-Landau und freut sich, der Natur und der Gesellschaft wieder etwas zurück geben zu können.